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Stimmen der Toten – Lesungen im Lichtraum von James Turrell

 

Der Dorotheenstädtische Friedhof gehört zu den prominentesten Friedhöfen Berlins: Einige der bekanntesten deutschen Schriftsteller*innen, Philosophen und Künstler*innen – darunter Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich August Stüler, Bertolt Brecht oder Christa Wolf – haben auf dem Friedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden. Wer waren diese Menschen und wie erinnern sich Menschen, die ihnen nahe standen, an ihre Freunde, Verwandte und Weggefährten?

In einer außergewöhnlichen Lesereihe kommen die Toten noch einmal zu Wort – in ihren Texten, Bildern und Liedern, vorgestellt von Menschen, die ihnen zu Lebzeiten vertraut waren. Die Veranstaltungsreihe findet bis September immer am ersten Samstag des Monats zum Sonnenuntergang in der Friedhofskapelle des Dorotheenstädtischen Friedhofs statt.

Die 1928 erbaute Friedhofskapelle des Dorotheenstädtischen Friedhofs wurde am 8. Juli 2015 nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wiedereröffnet. Der durch den US-amerikanischen Licht-Künstler James Turrell gestaltete Raum ermöglicht einzig­artige Raumerfahrungen: Vergleichbar der Lichtwirkung einer gotischen Kathedrale sind die von Turrell geschaffenen Räume nicht im herkömmlichen Sinne "beleuchtet", sondern von Licht und Farbigkeit erfüllt.

1. Juli 2017, 21.15 Uhr | Günter Gaus
Bettina Gaus, Journalistin, Berlin
Günter Gaus (23.11.1929 – 14.5.2004), gehört zu den prägendsten Persönlichkeiten der Bundesrepublik Deutschland. Bekannt geworden in den 1960er Jahren durch seine Interview-Sendung "Zur Person", die heute als Klassiker der Fernsehgeschichte gilt, prägte er als Journalist und Politiker – u. a. als Chefredakteur des "Spiegel" und Ständiger Vertreter der BRD in der DDR – die Beziehungen der beiden deutschen Länder. Seine Tochter Bettina Gaus erinnert sich in Texten und Bildern.

5. August 2017, 20.30 Uhr | Heiner Müller
Brigitte Maria Mayer, Fotografin, Filmemacherin und Produzentin, Berlin, und Corinna Harfouch, Schauspielerin, Berlin
Heiner Müller (9.1.1929 – 30.12.1995) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern und Dramatikern der DDR. In der DDR zeitweise mit Aufführungs- und Publikationsverboten belegt, wirkte er u. a. am Gorki-Theater, dem Deutschen Theater und dem Berliner Ensemble sowie als letzter Präsident der Berliner Akademie der Künste (Ost). In ausgewählten Texten und Bildern erinnert sich die Fotografin und Filmemacherin Brigitte Maria Mayer an ihren Ehemann.

2. September 2017, 19.30 Uhr | Stephan Hermlin
Andrej Hermlin, Musiker, Berlin
Stephan Hermlin (13.4.1915 – 6.4.1997) gehört zu den einflussreichsten Schriftstellern der DDR. Als überzeugter Kommunist und Freund Erich Honeckers geriet er – nicht zuletzt als Gegner der Ausbürgerung des DDR-Liedermachers Wolf Biermann – immer wieder zwischen die Fronten staatlicher Kulturpolitik und des eigenen künstlerischen Selbstverständnisses. Sein Sohn, der Musiker und Entertainer Andrej Hermlin, erinnert sich an eine wechselvolle Lebensgeschichte.


Veranstaltungsort
Kapelle des Öffnet internen Link im aktuellen FensterDorotheenstädtischen Friedhofs I, Chausseestraße 126, 10115 Berlin

Buchungsanfragen
Tickets 12 € (ermäßigt 6 €), Reservierungen unter Öffnet internen Link im aktuellen Fensterwww.evfbs.de/tickets, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailticketsevfbs.REMOVE-THIS.de – Tickets sind auch an der Abendkasse erhältlich (Reservierung empfohlen)

Veranstalter
Öffnet externen Link in neuem FensterStiftung St. Matthäus und Öffnet internen Link im aktuellen FensterEvangelischer Friedhofsverband Berlin-Stadtmitte